Gewichts
Probleme



Was du über das Körpergewicht wissen solltest
Dein Wohlfühlgewicht beginnt nicht auf der Waage
Ein gesundes Körpergewicht ist individuell. Es hängt von vielen Faktoren ab – wie Alter, Geschlecht, Körperbau und Muskelmasse.
Der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) dient oft als Orientierung, ist aber nur ein grober Richtwert.
Entscheidend ist nicht die Zahl auf der Waage, sondern wie du dich fühlst – in deinem Körper und in deinem Leben.
Unsere Gesellschaft vermittelt ständig Bilder davon, wie wir aussehen „sollten“ – perfekte Körper in Werbung, Social Media und Filmen.
Mit der Zeit entsteht so ein inneres Ideal, das oft wenig mit der Realität oder mit echter Gesundheit zu tun hat.
Wie entsteht Über- oder Untergewicht?
Das Körpergewicht ist das Ergebnis vieler Einflüsse – körperlicher, psychischer und emotionaler Art:
-
Ernährung: Zu viel oder zu wenig Energiezufuhr, unbewusstes Essen, Unverträglichkeiten, Fastfood.
-
Bewegung: Fehlende Aktivität oder Bewegungsmangel.
-
Stoffwechsel: Genetische oder hormonelle Faktoren.
-
Psyche: Stress, emotionale Belastungen, alte Glaubenssätze („Du musst aufessen!“), Traumata, Sinnlosigkeit, Essen als Trost oder Belohnung.
-
Medikamente & Erkrankungen: z. B. Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen, bestimmte Medikamente.
Ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch führt meist zu Über- oder Untergewicht.
Weil die Ursachen so vielfältig sind, ist es wichtig, körperliche Faktoren ärztlich abklären zu lassen.
Vom Abnehmen mit Medikamenten oder Spritzen halte ich persönlich wenig – sie bekämpfen meist nur das Symptom, nicht die Ursache.
Warum spielt das Gewicht für die Gesundheit eine Rolle?
Ein zu hohes oder zu niedriges Körpergewicht kann die Gesundheit beeinflussen.
Mögliche Folgen von Übergewicht
-
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
-
Diabetes Typ 2
-
Gelenkprobleme
-
Schlafapnoe
-
Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten
-
Geringes Selbstwertgefühl
Mögliche Folgen von Untergewicht
-
Hormonstörungen
-
Schwächung des Immunsystems
-
Osteoporose
-
Müdigkeit, Konzentrationsprobleme
-
Fruchtbarkeitsstörungen
-
Negatives Selbstbild
Warum Diäten oft nicht nachhaltig sind
Viele Diäten versprechen schnelle Erfolge – doch die Realität ist oft der Jo-Jo-Effekt:
Nach anfänglichem Gewichtsverlust folgt bald eine rasche Zunahme.
Solche Programme sind häufig zu radikal, zu einseitig oder nicht lebensnah.
Vor allem aber: Sie bekämpfen das Symptom, nicht die Ursache.
Das eigentliche Thema – Stress, emotionale Leere oder innere Unzufriedenheit – bleibt ungelöst.
Darum fallen viele Menschen nach einer Diät wieder in alte Muster zurück.
Was wirklich hilft
Der Körper strebt von Natur aus ein Gleichgewicht an.
Das Ziel ist nicht, sich zu „quälen“, sondern in Balance zu kommen – körperlich, emotional und seelisch.
Der Schlüssel liegt darin, die Ursache der Disbalance zu erkennen und behutsam zu verändern.
Hilfreiche Ansätze sind:
-
Ausgewogene Ernährung: Kein Verzicht, sondern Balance. Viel Gemüse, wenig Zucker, gesunde Fette und ausreichend Eiweiss.
-
Regelmässige Bewegung: Freude an Aktivität – ob Spaziergang, Tanzen oder Sport.
-
Schlaf & Stressmanagement: Chronischer Stress oder Schlafmangel beeinflussen das Gewicht massiv.
-
Achtsamkeit & Selbstakzeptanz: Der Weg zum Wohlfühlgewicht beginnt mit einem freundlichen Blick auf den eigenen Körper.
Beispiel aus der Praxis
Ein Mann mittleren Alters kam zu mir.
Äusserlich wirkte er nicht stark übergewichtig – man hätte sagen können: „gut genährt“.
Doch er erzählte, dass er sich oft dabei ertappte, zu viel zu essen, besonders Süsses.
Meist spätabends, wenn er müde war – manchmal sogar heimlich:
„Ich geh dann einfach hinter den Kühlschrank … ich weiss gar nicht, warum.“
In der Hypnose konnten wir zunächst das akute Verlangen nach Zucker deutlich reduzieren – eine spürbare Entlastung.
Doch nach den Feiertagen fiel er in alte Muster zurück.
Warum? Weil die tieferen Ursachen noch nicht gelöst waren.
Im weiteren Prozess zeigte sich: Das Essen war eine Belohnung.
Nach einem anstrengenden Tag gab es Kuchen, Eis oder Schokolade – „weil ich’s mir verdient habe.“
Essen war Trost, Ausgleich, ein stilles Stück Zuwendung.
Als wir über seine inneren Wünsche und Sehnsüchte sprachen, kam etwas Entscheidendes in Bewegung:
Er erkannte, dass er in seinem Beruf unzufrieden war.
Er arbeitete, weil es „sein musste“, aber ohne Freude, ohne Sinn.
Und genau dieses innere Vakuum füllte er mit Süssem.
Als er begann, seine Träume ernst zu nehmen und kleine Schritte in Richtung Sinn und Freude zu gehen, geschah etwas Erstaunliches:
Sein Essverhalten veränderte sich ganz von selbst.
Die Lust auf Süsses verschwand – weil er sich nicht mehr innerlich belohnen musste.
Er war wieder in Kontakt mit sich selbst.
Dieses Beispiel zeigt: Essen ist selten nur Nahrungsaufnahme.
Oft ist es Ausdruck eines emotionalen Bedürfnisses.
Wenn wir diese wahren Beweggründe verstehen und achtsam begleiten, verändert sich das Essverhalten ganz ohne Druck – von innen heraus.
Hinweis
Alle dargestellten Fallbeispiele wurden anonymisiert und mit ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Personen veröffentlicht.
Sie dienen ausschließlich der Veranschaulichung therapeutischer Prozesse und ersetzen keine individuelle Beratung oder Therapie.
Themen im Zusammenhang mit Gewicht
-
Essstörungen
-
Verdauungsprobleme
-
Belohnungsmuster
-
Ersatzhandlungen
-
Vererbung
-
Traumatische Erfahrungen
Symptome
-
Körperlich: Veränderungen des Gewichts, Heisshunger, Verdauungsprobleme
-
Emotional: Schuldgefühle, Frust, Trostsuche
-
Gedanklich: Selbstkritik, Vergleich mit anderen, Körperunzufriedenheit
-
Verhalten: Überessen, Vermeidung, extremes Kontrollverhalten
Schlussgedanke
Dein Körper ist kein Gegner – er ist dein Spiegel.
Wenn du beginnst, ihn zu verstehen, verändert sich nicht nur dein Gewicht – sondern dein ganzes Lebensgefühl.
Gewicht
- Ess-Störung
- Verdauungsproblem
- Belohnungssystem
- Ersatzhandlung
- Vererbung
- Trauma
Symptome
- Körperlich
- Emotional
- Gedanklich
- Verhalten
