In einem Bergdorf spannte sich eine schmale Hängebrücke über eine tiefe Schlucht. Niemand traute sich hinüber, denn die Seile wirkten alt, und das Holz klapperte im Wind.
Eines Tages kam ein alter Seilmacher ins Dorf. Er prüfte die Brücke, zog an Knoten, tauschte hier und da eine Faser, summte leise und sagte schließlich: „Sie hält.“ Die Leute schüttelten die Köpfe. „Siehst du denn nicht die Risse?“ fragte der Schmied. Der Seilmacher lächelte: „Ich sehe sie. Ich sehe aber auch, wie viele Fäden noch tragen.“
Ein Junge trat vor. „Wenn du mitgehst, gehe ich auch.“ Der Seilmacher nickte, nahm seine Hand, und gemeinsam setzten sie einen Fuß vor den anderen. Die Brücke sang im Wind, doch sie hielt. Auf der anderen Seite drehte sich der Junge um und rief: „Sie hält!“ Da gingen auch die anderen – erst zögerlich, dann ruhig.
Später fragte der Schmied den Seilmacher: „Warst du dir sicher?“ „Nein“, sagte er. „Aber ich kannte die Kunst der Knoten, und ich kannte meinen Schritt. Vertrauen ist nicht blind. Es sieht die Risse – und wägt die Fäden.“
Vertrauen heisst nicht, Gefahren zu leugnen, sondern zu wissen, worauf man seinen Fuss setzt – und mit wem man ihn setzt. Vertrrauen ist ein Gegenspieler der Angst, die beiden sind sehr stark verbunden.
Fehlt es Dir an Vertrauen, blockiert dich die Angst, schnürt sie dir die Kehle zu, dann ist es Zeit darüber zu sprechen und es anzugehen. Melde dich gerne.
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In einem Bergdorf spannte sich eine schmale Hängebrücke über eine tiefe Schlucht. Niemand traute sich hinüber, denn die Seile wirkten alt, und das Holz klapperte im Wind.
Eines Tages kam ein alter Seilmacher ins Dorf. Er prüfte die Brücke, zog an Knoten, tauschte hier und da eine Faser, summte leise und sagte schließlich: „Sie hält.“
Die Leute schüttelten die Köpfe. „Siehst du denn nicht die Risse?“ fragte der Schmied.
Der Seilmacher lächelte: „Ich sehe sie. Ich sehe aber auch, wie viele Fäden noch tragen.“
Ein Junge trat vor. „Wenn du mitgehst, gehe ich auch.“
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„Nein“, sagte er. „Aber ich kannte die Kunst der Knoten, und ich kannte meinen Schritt. Vertrauen ist nicht blind. Es sieht die Risse – und wägt die Fäden.“
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