Wir alle tragen manchmal Situationen weiter, die längst vorbei sind. Ein Streit, ein Fehler, ein Gedanke. Diese alte Zen-Geschichte zeigt auf wunderschöne Weise, wie befreiend es ist, sie endlich abzusetzen.
Zwei Mönche wanderten schweigend durch die Berge. Der Morgen war still, nur das Murmeln eines Flusses füllte die Luft.
Am Ufer stand eine junge Frau, unschlüssig, wie sie hinüberkommen sollte. Das Wasser war tief, die Strömung stark. Sie sah die Mönche an, und in ihren Augen lag ein stilles Bitten.
Der ältere Mönch trat wortlos vor, lächelte leicht, hob sie auf seine Schultern und trug sie durch das Wasser. Seine Schritte waren ruhig, das Wasser plätscherte leise gegen sein Gewand. Auf der anderen Seite setzte er sie sanft ab. Sie verneigte sich, dankte und ging ihres Weges.
Die Mönche wanderten weiter. Stunden vergingen, das Sonnenlicht wuchs weich. Der jüngere Mönch schwieg – doch in ihm bewegte sich etwas.
Schließlich sagte er: „Bruder, wir dürfen keine Frauen berühren. Warum hast du sie getragen?“
Der ältere blieb stehen. Er blickte in den Fluss, dessen Wasser ruhig weiterfloss. Dann sprach er leise: „Ich habe sie am Ufer abgesetzt. Warum trägst du sie noch?“
Ein Wind strich über die Bäume. Der jüngere Mönch sah in die Weite, und in diesem Augenblick verstand er. Er verneigte sich still.
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Ein Streit, ein Fehler, ein Gedanke.
Diese alte Zen-Geschichte zeigt auf wunderschöne Weise, wie befreiend es ist, sie endlich abzusetzen.
Zwei Mönche wanderten schweigend durch die Berge.
Der Morgen war still, nur das Murmeln eines Flusses füllte die Luft.
Am Ufer stand eine junge Frau, unschlüssig, wie sie hinüberkommen sollte.
Das Wasser war tief, die Strömung stark.
Sie sah die Mönche an, und in ihren Augen lag ein stilles Bitten.
Der ältere Mönch trat wortlos vor, lächelte leicht,
hob sie auf seine Schultern
und trug sie durch das Wasser.
Seine Schritte waren ruhig, das Wasser plätscherte leise gegen sein Gewand.
Auf der anderen Seite setzte er sie sanft ab.
Sie verneigte sich, dankte und ging ihres Weges.
Die Mönche wanderten weiter.
Stunden vergingen, das Sonnenlicht wuchs weich.
Der jüngere Mönch schwieg –
doch in ihm bewegte sich etwas.
Schließlich sagte er:
„Bruder, wir dürfen keine Frauen berühren. Warum hast du sie getragen?“
Der ältere blieb stehen.
Er blickte in den Fluss, dessen Wasser ruhig weiterfloss.
Dann sprach er leise:
„Ich habe sie am Ufer abgesetzt.
Warum trägst du sie noch?“
Ein Wind strich über die Bäume.
Der jüngere Mönch sah in die Weite,
und in diesem Augenblick verstand er.
Er verneigte sich still.
Diese kurze Geschichte erinnert mich daran,
wie oft wir Dinge weitertragen, die längst vorbei sind – ein Gespräch, eine Kritik, ein Missverständnis, eine Entscheidung, die wir nicht loslassen.
Im Beruf wie im Leben gilt:
👉 Handle mit Klarheit.
Lass los, wenn es getan ist.
Trag nichts länger, als nötig.
Wir alle tragen einen riesigen Rucksack, der uns behindert, den Grossteil könnten wir ausmisten.
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