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01.08.2025

Dimensionalontologie

nach Viktor Frankl

𝗠𝗮𝗻𝗰𝗵𝗺𝗮𝗹 𝘀𝗲𝗵𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗻𝘂𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗮𝘁𝘁𝗲𝗻 – 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗶𝗰𝗵 𝗵ö𝗿𝗲 𝗱𝗲𝗻 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻.

In meiner therapeutischen Arbeit begegnen mir Menschen oft dann, wenn ihr „Schatten“ besonders schwer wiegt: Symptome, Diagnosen, Lebenskrisen. Was auf den ersten Blick sichtbar ist, wirkt oft widersprüchlich oder verwirrend. Doch genau darin liegt eine Wahrheit, die mich immer wieder berührt.
Ein einfaches Bild: Halte ich einen Becher in die Sonne, zeigt sein Schatten auf dem Tisch einen Kreis – an der Wand aber ein Rechteck. Zwei völlig unterschiedliche Formen, zwei Wahrheiten – und doch stammt beides vom selben Gegenstand.
Der Becher ist mehr als das, was wir im Schatten sehen. Er ist hohl, kann etwas aufnehmen, hat Farbe, Gewicht, Substanz. All das bleibt im Schatten verborgen. Und genauso ist es mit uns Menschen.
Ob Astrologie, Human Design, Numerologie oder medizinische Diagnosen – all das kann hilfreich sein. Aber es zeigt nur einen Ausschnitt. Eine Projektion. Nie das Ganze.
In der Logotherapie, inspiriert von Viktor Frankl, geht es mir um mehr. Nicht um das Symptom, sondern um den Menschen. In all seinen Dimensionen, mit seinen Eigenheiten, Widersprüchen, seiner Tiefe – und seiner Würde.
Denn auch wenn die Schatten verschieden aussehen – sie gehören zu ein und derselben Wahrheit. Entscheidend ist, von wo aus wir hinsehen. Und ob wir wirklich bereit sind, den ganzen Menschen zu erkennen.

Dimensionalontologie nach Viktor Frankl
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