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01.08.2025

Der Mensch als Musik

Was es braucht, damit Musik erklingt

Damit wir ein Musikstück hören können, braucht es vieles:
Jemanden, der es komponiert hat.
Ein Instrument, das den Klang tragen kann.
Und eine Person, die es spielt – mit Können, mit Seele.
Der Mensch ist in gewisser Weise wie ein Piano.
Wenn die Saiten gerissen sind, die Hämmer klemmen oder das Instrument verstimmt ist, dann helfen selbst die besten Noten und der begabteste Pianist nichts – es kommt kein Klang, der berührt.
Auch das beste Musikstück bleibt nur ein Gedanke, wenn niemand da ist, der es spielt. Und selbst wenn alles funktioniert: Wenn das Stück dem Pianisten nicht gefällt, wird es ihm schwerfallen, es mit Seele zu spielen.
Viktor Frankl sprach von der Dreidimensionalität des Menschen: Körper, Psyche und Geist.
Wirklich in Resonanz kommt der Mensch erst, wenn alle drei Ebenen im Einklang sind.
Als Therapeut sehe ich mich weder als Komponist, noch als Pianist oder Instrument.
Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit dem Menschen das, was da ist, zu stimmen, zu verbinden –
damit daraus wieder Musik werden kann.

Dreidimensionalität von Viktor Frankl: Körper, Psyche, Geist
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