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28.01.2026

Zügel in die Hand nehmen

Wer hält die Zügel? Über Glück, Entscheidung und Selbstverantwortung

Viele Menschen suchen Glück wie einen Ort:
„Wenn ich dort bin – im richtigen Job, in der richtigen Beziehung, mit mehr Sicherheit – dann bin ich glücklich.“

Doch Glück ist selten ein Ort. Es ist eher eine Haltung, die wir täglich einüben.

Eine alte Geschichte

Ein Wanderer kommt an eine Weggabelung. Zwei Wege liegen vor ihm:
ein breiter, bequemer Weg voller Leute – und ein schmaler, stiller, steiniger Pfad.

An der Gabelung steht ein alter Kutscher mit seinem Wagen.
Der Wanderer fragt: „Welcher Weg führt mich zum Glück?“

Der Kutscher zeigt auf den breiten Weg:
„Viele nehmen ihn, weil er leicht wirkt. Aber er führt dorthin, wo man ständig vergleicht:
Bin ich besser? Bin ich schlechter? Habe ich genug?“

Dann zeigt er auf den schmalen Weg:
„Der ist anstrengender. Aber er führt dorthin, wo du dich selbst wieder hörst.“

Der Wanderer fragt: „Also ist der schmale Weg der richtige?“

Der Kutscher lächelt:
„Ich kann dir zeigen, wo die Wege beginnen. Aber nicht, wohin du daraus etwas machst.
Glück liegt nicht am Weg – sondern daran, ob du die Zügel nimmst.

Der Wanderer versteht:
Solange er nur fragt, steht er still.
Er atmet tief – und geht los.

Was diese Geschichte uns sagt

  1. Es gibt nicht „den richtigen“ Weg
    Wir warten oft auf Gewissheit. Auf ein Zeichen. Auf hundert Prozent Sicherheit.
    Doch Sicherheit entsteht nicht immer vor der Entscheidung – manchmal entsteht sie durch die Entscheidung.

  2. Glück ist nicht das Gegenteil von Schmerz
    Ein steiniger Weg kann sinnvoll sein. Ein leichter Weg kann leer sein.
    Nicht jede Anstrengung ist schlecht – manchmal ist sie ein Zeichen dafür, dass wir wachsen.

  3. Selbstverantwortung ist keine Schuld
    Wenn wir sagen „Ich bin für mein Glück verantwortlich“, meinen wir nicht:
    „Alles ist meine Schuld.“
    Wir meinen: Ich habe Einfluss.
    Und dieser Einfluss beginnt bei dem, was zwischen Reiz und Reaktion liegt: meiner inneren Freiheit.

Drei Fragen für deine persönliche Weggabelung

  • Was kann ich nicht ändern – und was sehr wohl?

  • Welche kleine Entscheidung wäre heute ein Schritt in Richtung Leben statt Richtung Angst?

  • Welche Werte sollen meinen Weg bestimmen – nicht nur meine Stimmung?

Unterstützung an der Weggabelung

Manchmal sind wir zu nahe dran, um klar zu sehen.
Dann hilft es, begleitet zu werden: sortieren, Prioritäten klären, Angst entmachten, Sinn spüren.

Wenn du gerade in einer Phase bist, in der du spürst:
„So wie bisher will ich nicht weiter – aber ich weiss noch nicht wie“ –
dann begleite ich dich gerne dabei, deine Zügel wieder in die Hand zu nehmen.

AndrasM ☀️

Melde dich, wenn du DEINEN Weg sehem willst.

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