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26.02.2025

Burnout

Was ist Burnout und was ist es nicht?

Für mich ist Burnout bildlich gesprochen wie auf dem Bild. Das "Zahnrad" im Aussen (Umwelt, Arbeit, Familie) passt nicht zu meinem inneren "Zahnrad", das kann ein Weilchen gut gehen, je nachdem wie unterschiedlich die Zahnräder sind. Aber irgendeinmal funktioniert es nicht mehr und dann haben wir das Symptom Burnout.
Burnout hat nichts mit einer langen Arbeitszeit, nichts mit der Arbeit oder dem Vorgesetzten zu tun.

Als Beispiel:
Als ich vor vielen Jahren in ein Burnout gerutscht war, hatte ich mich entschlossen einen anderen Beruf auszuüben und bin nach Brasilien ausgewandert. Ich entschied mich Bio-Bauer zu werden. Ich arbeitete nicht weniger als vorher, ich hatte nicht weniger Sorgen, hatte genauso Leute unter mir, doch ich erholte mich schnell. Was war anderst?
Ich arbeitete für mich, ich war für mich selbst verantwortlich, was mir eher entspricht. Das äussere Zahnrad entsprach dem inneren Zahnrad.

Was ich gemacht hatte war sicher extrem, nicht jeder kann das.
Wichtig ist wenn wir Burnout gefährdet oder darin sind, herauszufinden, was in unserem Leben nicht zusammenpasst. Es ist nicht die einzige Lösung auszuwandern oder den Job zu kündigen, ich kann auch nur meine Einstellung zur Arbeit verändern. Dies ist nicht immer einfach, aber ich muss etwas in mir ändern, damit ich nicht immer wieder in einen Burnout hineinrassle.

Wenn ich mich nicht ändere, nützt auch eine andere Arbeit meistens nicht viel. Sich zu ändern ist am Einfachsten mit einer äusseren Hilfe, mit jemandem, der mich begleitet. Es ist auch alleine möglich, keine Frage, ist aber nicht ganz einfach. Die eigene "Tretmühle" aus eigener Kraft zu verlassen ist komplex.

Aus meiner Sicht fängt Burnout bereits in der Kindheit an. Wir lernen nicht "Nein" zu sagen, wir "vergöttern" die höhere Instanz (z.B. Eltern, Arbeitgeber), oder wir haben Existenzängste (diese Ängste müssen zuerst bearbeitet werden), kein Selbstwertgefühl, wir wollen uns und der Umwelt etwas beweisen, etc.

Es ist sehr wichtig, zuerst den wahren Grund des Burnouts herauszufinden und dann diese zu bearbeiten und nicht einfach das Symptom zu bearbeiten.

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